Stoffe und Materialien

Hier findest du eine Übersicht über die Stoffe und Materialien unserer Produkte.

Recyceltes Polyester:

Recyceltes Polyester, wird durch Einschmelzen von vorhandenem Kunststoff, z.B. Plastikflaschen, und Verspinnen zu neuer Polyesterfaser gewonnen. Durch die Wiederverwertung alter Kunststoffe können Rohöl, Energie und bis zu 80 Prozent CO2 eingespart werden. Recyceltes Polyester ist besonders nachhaltig weil das Plastik oft aus dem Meer gefischt wird.

Recyceltes Nylon:

Recyceltes Nylon hat die gleichen Vorteile wie recyceltes Polyester: Es entlastet die Mülldeponien und verbraucht bei seiner Herstellung viel weniger Ressourcen als neues Nylon (einschließlich Wasser, Energie und fossile Brennstoffe). Dies ist eine großartige Lösung, um den Müll aus dem Meer zu entfernen. Es stammt auch aus Nylonteppichen, Strumpfhosen usw.

Recycelte Baumwolle:

Recycelte Baumwolle wird aus eingesammelten Textilresten, die geschreddert und wieder in ein neues Garn verwandelt werden. Das spart Wasser und verwendet weggeworfene Kleidung wieder. Zur Stärkung wird recycelte Baumwolle oft mit einem Anteil von Bio-Baumwolle hergestellt.

Bio-Baumwolle:

Bio-Baumwolle wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten.

Tencel/ nachhaltigem Lyocell:

TENCEL® ist ein Markenname der Lenzing AG für die Faser Lynocell. Die TENCEL® Faser ist natürlichen Ursprungs, welche aber industriell gefertigt wird. Der Rohstoff-Ursprung der Faser ist Holz (meist Eukalyptus). Die Faserherstellung selbst ist aufgrund eines geschlossenen Kreislaufes besonders umweltfreundlich.

Viskose Lenzing™ Ecovero™:

Die LENZING™ ECOVERO™ Viscosefasern werden ausschließlich aus zertifizierten und kontrollierten Holzquellen hergestellt und mit deutlich weniger fossilem Energieeinsatz und Wasser produziert als generische Viscose. Sie sind mit dem international anerkannten EU Ecolabel zertifiziert.

Pinatex:

Pinatex wird aus einem Abfallprodukt der Ananasernte hergestellt – den Blättern. Lediglich durch die Beschichtung durch erdölbasiertes Harz verliert das Produkt seine biologische Verwertbarkeit, was den bisher geschlossenen Kreislauf durchbricht. Pinatex wird meist als Lederalternative benutzt.

Corozo:

Corozo ist ein natürliches Material, das aus den Samen der Corozo-Palme hergestellt wird. Auch als pflanzliches Elfenbein bekannt, ist Corozo ein pflanzenbasiertes, ökologisch verantwortungsvolles Material. Im Gegensatz zu Plastik ist es ungiftig und biologisch abbaubar. Corozo wird beispielweise für Knöpfe verwendet.

Jute:

Die Jutepflanze gehört zur Gattung der Corchorus-Pflanzen und zählt zu den Naturfasern. Jute ist neben der Baumwolle nicht nur eine der wichtigsten Naturfasern, sondern zudem auch die günstigste Pflanzenfaser von allen. Zu den Vorteilen von Jutefasern gehören eine hohe Flexibilität und eine hohe Reißfestigkeit.

Leinen:

Die Leinenfaser ist eine pflanzliche Naturfaser aus den Stängeln der Flachspflanze und ist ein absoluter Sommerstoff. Dank der glatten Fasern, die wenig Luft einschließen, ist Leinen atmungsaktiv reißfest, schmutzabweisend, flusenfrei und schweißmindernd. Die Naturfaser nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie an die Umgebung ab.

Sorona:

Die Sorona Faser enthält 37% jährlich nachwachsende pflanzliche Rohstoffe, das heißt Mais bzw. Maisstärke. Ihre Ökobilanz zeigt: Die Herstellung von Sorona erfordert 30 % weniger Energie und setzt 63 % weniger Treibhausgase frei als die Produktion von Polyamid 6.

recycelte Kaschmirwolle:

Wird von z.B. Rifo für Schals verwendet und ist GRS und OEKO-TEX zertizifiert. Das von uns verwendete Garn aus recycelter Kaschmirwolle wird durch ein mechanisches Verfahren hergestellt, das vor Jahrhunderten in Prato entwickelt wurde. Seine Zusammensetzung besteht zu 95% aus recyceltem Kaschmir und zu 5% aus regenerierte Wolle, die zur Stärkung der Fasern notwendig ist.

Primaloft (synthetische recycelte Daunen):

Primaloft versucht, die Struktur von Daunen zu imitieren und gleichzeitig die Nachteile der natürlichen Daunen zu reduzieren. Der Stoff wird aus recycelten Plasikflaschen hergestellt und wird als Isolationsmaterial verwendet.

RDS Daunen:

RDS steht für „Responsible Down Standard“. Bei dieser Norm handelt es sich um eine Zertifizierung, die eine artgerechte Haltung und Behandlung von Gänsen und Enten über die gesamte Lieferkette von Daunen und Federn hinweg gewährleistet.

Elastan:

Elastan ist eine stark elastische synthetische Faser, die dazu verwendet wird, um die Elastizität von Stoffen zu erhöhen. Die Faser wird den Stoffen jedoch nur beigemischt – bei Bekleidung in der Regel zu 2 bis 30 Prozent.

PP Polypropylen:

Keine schädlichen Weichmacher und nicht gesundheitsschädlich als andere Kunststoffe, verwendet für unsere Flaschen von Dopper.

TPE Thermoplastisches Elastomer:

TPE ist nicht schädlich für Gesundheit, weil es im Gegensatz zu PVC ohne Weichmacher auskommt. Das Material wird ebenfalls für unsere Dopper Flaschen verwendet.

ABS Acrylnitril-Butadien-Styrol:

Im Vergleich zu anderen Kunststoffen unbedenklich. Durch gute Abriebfestigkeit entsteht kaum Mikroplastik, wird für Kindespielzeug eingesetzt, ist also für Kinder geeignet. Dieser Kunststoff findet seine Verwendung bei unseren Flaschen von Dopper.

Begriffe

Hier findest du Erklärungen zu Fachbegriffen die einfach nicht jeder kennt.

Slow Fashion:

Oder auch Ethical Fashion ist der Gegenentwurf zu Fast Fashion und steht für fair produzierte, qualitativ hochwertige und damit langlebige Mode. Öko-Materialien, regionale Produktion, Recycelbarkeit und zeitloses Design spielen ebenfalls eine Rolle.

Fashion Revolution:

Weltweite Bewegung, die nach dem Rana Plaza-Unglück gegründet wurde und sich für eine gerechtere Modeindustrie einsetzt. An der Fashion Revolution Week, die jedes Jahr im April um den Rana Plaza-Jahrestag herum on- und offline stattfindet, beteiligen sich Millionen Menschen auf sozialen Medien und bei Aktionen in den Fußgängerzonen etc. Unter anderem fragen sie: „Who made my clothes?“ und fordern damit Unternehmen zu mehr Transparenz auf.

Greenwashing:

Kampagnen und PR-Aktionen, die nur den Eindruck vermitteln, die Unternehmen würden besonders umweltfreundlich, ethisch korrekt und fair handeln. Bei den „grüngewaschenen“ Produkten entspricht dieser äußere Schein allerdings nicht den ökologischen oder sozialen Tatsachen.

Mikroplastik:

Feste und unlösliche Kunststoffe, die kleiner als 5 mm sind. Die Partikel entstehen beim Reifenabrieb und kommen u.a. in Kosmetik, Flüssigwaschmitteln und Bekleidung vor (z.B. Fleece-Stoffe). Sie lösen sich beim Waschen und landen schließlich im Meer. Textilfasern sind die Mikroplastikquelle Nummer Eins bei der Meeresverschmutzung.

Recycling:

Beim Recycling werden Produkte gesammelt, sortiert, in ihre Bestandteile zerlegt und nützliche Materialien zurückgewonnen. Dadurch entstehen Rohstoffe, die für die Herstellung anderer Produkte verwendet werden können. Das Müllaufkommen reduziert sich und die Lebensdauer von Rohstoffen wird verlängert. Verliert ein wiederverwertetes Produkt an Qualität, spricht man von Downcycling.

Upcycling:

Upcycling bedeutet, aus Abfallprodukten und nicht mehr verwendeten Materialien neue Produkte mit höherem Wert herzustellen, während beim Recycling normalerweise Abfallprodukte für ihren ursprünglichen Zweck wiederaufbereitet werden.

Circular Fashion:

Eine Kreislaufwirtschaft (oft einfach als „Zirkularität“ bezeichnet) ist ein Wirtschaftssystem, das auf die Beseitigung von Verschwendung und die kontinuierliche Nutzung von Ressourcen abzielt. Kreissysteme setzen Wiederverwendung, gemeinsame Nutzung, Reparatur, Aufarbeitung, Wiederaufarbeitung und Recycling ein, um ein geschlossenes System zu schaffen, das den Einsatz von neuen Ressourcen und die Entstehung von Abfall, Umweltverschmutzung und CO²-Emissionen minimiert.

Vegan Fashion:

Bekleidung und Schuhe ohne tierische Materialien wie Leder, Daunen, Wolle, Seide oder Pelz. Aber auch Komponenten wie Klebstoffe müssen frei von tierischen Bestandteilen sein. Das Problem: Als alternatives Material kommen zumeist Polyester und andere Kunststoffe zum Einsatz, die auf Erdölbasis gewonnen werden und umweltschädlich sind.

Sustainable Fashion:

Nachhaltige Mode ist eine Bewegung und ein Prozess zur Förderung des Wandels von Modeprodukten und der gesamten Modeindustrie, hin zu mehr ökologischer Integrität und sozialer Gerechtigkeit. Nachhaltige Mode betrifft mehr als nur die Adressierung von Modetextilien oder -produkten. Es umfasst die Adressierung des gesamten Modesystems. Dies bedeutet den Umgang mit voneinander abhängigen sozialen, kulturellen, ökologischen und Finanzsystemen.

BPA-Frei:

Das bedeutet, dass auf den chemischen Stoff Bisphenol A verzichtet wird, was oft in Plastik enthalten ist. BPA ist gesundheitsschädlich, vor allem beim Erhitzen und unsorgfältiger Produktion. Der Stoff löst sich beim Erhitzen und kann so in Nahrung gelangen. Deswegen sind z.B. unsere Trinkflaschen von Dopper aus Plastik frei von BPA.

PFC-Frei:

PFC ist eine Schmutz- und wasserabweisende Imprägnierung ohne Fluor-Kohlenstoff-Verbindungen. Sie gibt keine Abgabe von umwelt- und gesundheitsschädlichen chemischen Verbindungen beim Tragen oder Waschen. Dadurch werden also keine nicht abbaubaren chemischen Verbindungen in die Umwelt gesetzt. Frei von PFC sind zum Beispiel unsere Jacken von Derbe.

FKW-frei:

Der Begriff weist darauf hin, dass keine Fluorkohlenwasserstoffe verwendet werden. Sie beeinflussen das Klima der Erdatmosphäre und tragen über den Treibhauseffekt zur Erderwärmung bei, da ihre Moleküle die Wärmestrahlen von der Erdoberfläche absorbieren.

Frei von FKW sind zum Beispiel unsere Schuhe von Ecoalf.

DMF frei:

Dimethylformamid ist ein chemischer Stoff der beim Einatmen und Hautkontakt gesundheitsschädlich. Unsere Schuhe von Genesis mit umweltfreundlichem veganem Leder sind frei von DMF.

Zertifikate

Hier erfährst du mehr über sämtliche Zertifikate unserer Marken.

Fairtrade Cotton: (z.B. Dedicated, Thinking MU, Wearathought)

Das Fairtrade-Produkt-Siegel für Baumwolle steht für fair angebaute und gehandelte Rohbaumwolle, die über alle Produktionsschritte direkt rückverfolgbar ist und getrennt von Nicht-Fairtrade-Baumwolle weiterverarbeitet wird. Die Baumwolle in Textilien, die dieses Siegel tragen, ist zu 100 Prozent Fairtrade-zertifiziert.

GRS (Global Recyceld Standard): (z.B. Thinking Mu, Lefrik, Dedicated, Derbe, Got Bag)

Der GRS ist ein internationaler, freiwilliger, vollwertiger Produktstandard, der Anforderungen an die unabhängige Zertifizierung von Recyclingmaterialien, der Produktkette, von sozialen und umweltrelevanten Praktiken und chemischen Einschränkungen festschreibt.

GOTS (Global Organic Textile Standards): (z.B. Jan N June, Thinking Mu, Dilly Socks)

Der Global Organic Textile Standard steht für strenge ökologische Kriterien entlang der gesamten Produktionskette (mit Ausnahme des Einzelhandels). Das Siegel wurde 2002 von Bio-Baumwollproduzenten, Textilindustrie, Nichtregierungsorganisationen und Zertifizierern entwickelt.

Peta approved VEGAN: (z.B. Jan N June)

Für eine eindeutige Kennzeichnung von Bekleidung, die frei von tierischen Bestandteilen ist wurde das PETA-Approved Vegan Label geschaffen, welches es tierfreundlichen Unternehmen ermöglicht, ihre veganen Modeartikel sowie ihr Engagement für die Tiere sichtbar hervorzuheben.

INV Best: (z.B. Jan n June)

Dies ist der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie und zeigt das im Augenblick maximale realisierbare Niveau auf. BEST bildet die gesamte textile Produktionskette ab, in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht.

Certified B Corporation: (z.B. Ecoalf, Rifo)

Benefit Corporation, kurz B Corp, ist ein internationales Zertifikat, mit dem die Non-Profit-Organisation B Lab Unternehmen für ihre sozialen und ökologischen Auswirkungen auszeichnet. Es beinhaltet außerdem Genaue Einsicht/Transparenz z.B. über Arbeitsbedingungen.

SA8000: (z.B. Marken wie Dedicated, Ecoalf)

SA8000 ist ein internationaler Standard mit dem Ziel, Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern (Angestellte, Arbeiter, aber auch Leiharbeiter) zu verbessern. Für die Zertifizierung melden sich Unternehmen selbständig bei der SAI an. Im Gegensatz zu nationalen Gesetzen und Verordnungen ist SA8000 eine internationale Norm, deren Zertifizierung und Befolgung auf freiwilliger Entscheidung der Unternehmen beruht.

B Come: (z.B. Thinking Mu, Ecoalf)

Durch B Come werden sämtliche Daten alle Schritte der Produktionskette, von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf verfolgt. Dadurch entsteht volle Transparenz über Geschichte, Prozess und Ort der Herstellung und natürlich auch die Umweltbelastung. B Come ermöglicht, dass für jedes Produkt sichtbar ist beispielsweise wie viele CO2-Emmissionen vermieden oder wie viel Liter Wasser eingespart wurde.

Blauer Engel: (z.B. Derbe)

Das Umweltsiegel Blauer Engel für Textilien stellt die schadstoffgeprüfte und umweltfreundliche Herstellung von Bekleidung sicher. Soziale Kriterien sind bei der Rohstoffgewinnung und Endfertigung definiert. In unserer Kollektion sind z.B. T-Shirts und aus 100% Organic Cotton mit dem Blauer Engel gekennzeichnet.

WRAP (Worldwide Responsible Accredited Production): (z.B. Dedicated)

WRAP wurde 2000 als ein Zertifizierungs-Programm für Hersteller von genähten Produkten, wie beispielsweise Bekleidung, Schuhen und Accessoires aufgrund der unzulässigen Arbeitsbedingungen in Nähereien in Entwicklungsländern gegründet. Das Ziel des Apparel Certification Programme ist die unabhängige Überwachung und Zertifizierung der Einhaltung vorgegebener Standards durch den Produzenten. Das WRAP Zertifikat belegt, dass unsere Vorlieferanten die Produkte in Fabriken unter legalen, humanen und ethischen Bedingungen produzieren.

Bluesign Approved: (z.B. Ecoalf)

Ziel des Siegels „bluesign® PRODUCT“ ist, die Umwelteinflüsse der Textilindustrie zu verringern. Es steht außerdem für die sichere Herstellung und Verarbeitung von Kunst- und Naturfasern. Produkte, die zu mindestens 90 Prozent in zertifizierten Fabriken verarbeitet wurden, dürfen das „bluesign® PRODUCT“-Siegel tragen.